Natürlich nur im übertragenen Sinne. Denn ich bin kein Mitglied irgendeiner Partei, war noch nie eines und werde vorraussichtlich auch in naher Zukunft keines werden.
Aber es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, die Linken wären nicht die Partei, die mir bisher immer am meisten gelegen hat.
Jetzt nicht mehr.
Fangen wir bei den Karikaturen an. Der Bundestag hatte einen seiner sehr seltenen Momente, in denen sich Abgeordnete aller Parteien einmal einig waren. Normalerweise macht mich das stutzig. Hat es diesmal auch gemacht und der Beigeschmack von besserverdienenden Gutmenschentum lässt sich auch nicht ganz verleugnen. Aber nun gut.
Alle finden, der kulturelle Dialog darf nicht abgebrochen werden, die Befindlichkeiten der Muslime müssen geürdigt werden und gleichzeitig natürlich das hohe Gut der Pressefreiheit nicht vergessen. Soweit, so gut.
Was denken die Linken darüber? Eigentlich liegt die Antwort auf der Hand: die US Amerikaner sind natürlich schuld an der Misere! Wer auch sonst?! Da hätte man aber auch wirklich von selbst drauf kommen können. Schließlich haben die Amis ja auch Afghanistan und den Irak angegriffen, sind mit dem Erbfeind Israel verbändelt, drohen dem Iran mit Krieg und sind auch sonst für alle Übel der islamischen Welt verantwortlich.
Stimmt ja auch im Großen und Ganzen. Aber daraus den Rückschluss zu ziehen, dass die USA Schuld an den momentanen Krawallen tragen, ist mehr als einfach nur ideologisch verblendet. Das ist ignorant!
Die Frage muss lauten: Cui bono?
Der Iran hat die Gunst der Stunde ergriffen und kann vom Atomprogramm ablenken. Nicht zu vergessen der Superfundamentalist Mahmud Ahmadineschad, der nun die Gelegenheit hat, gegen die verhassten Amerikaner und Juden zu hetzen. Droht der Iran doch Israel bereits mit Krieg.
Mullahs und Ajatollahs in aller Welt können sich nun wieder profilieren, oben genannte Ziele weiter vorantreiben.
Aber weiter zur Verblendung der Linkspartei. Stichwort Kuba, der letzten wahren sozialistischen Bastion auf dieser Welt.
Im EU - Parlament wurde eine Resolution verabschiedet, die die Menschenrechtsverletzungen auf Kuba verurteilt. Die EU - Abgeordneten der Linkspartei haben sich dieser Resolution angeschlossen und haben damit einen Grabenkampf innerhalb der eigenen Partei ausgelöst. Außerdem wurde eine Delegation der Linkspartei, die eigentlich auf die Halbinsel reisen wollte, kurzerhand wieder ausgeladen.
Sarah Wagenknecht erklärt z.B. das diese Resolution nur dazu diene, das “kubanische System zu verurteilen”, und nicht die Menschenrechte dort zu schützen. Stattdessen würde dieser Begriff nur instrumentalisiert.
Frau Wagenknecht mag recht haben, wenn viele Politiker diese Resolution nur dazu nutzen, um Kuba damit zu schaden. Aber Fakt bleibt, dass in Kuba Menschenrechte mit den Füßen getreten werden. Daran ändert auch die ganze Sozialismus- und Revolutionärsromantik nicht.
Was an Kuba einst revolutionär gewesen ist, findet sich heute nur noch auf Che Guevara - Shirts pubertierender Gymnasiasten mit Pädagogen als Eltern.
Frau Wagenknecht, meine Lieblings-Linke! Sie ist nicht nur traumhaft schön (Baujahr 69, quasi meine Liga :-) ), sondern ließt aus Marx und Engels auch gerne an der Seite ihres Gatten Ralph Thomas Niemeyer in seinem 500 SLK Cabrio. Niemeyer, stinkereicher Kunsthändler, ist einem Stern-Redakteur mal auf den Leim gegangen. Er hatte diesem gefälschte Kunstwerke für einen Verkehrstwert von 70 Mio Dollar angeboten (Guckst Du hier). Kommunismus kann ja so schön sein, wenn man Geld hat.
Du verstehst das natürlich völlig flasch.
Imperialistische Kunst zu fälschen und an den Klassenfeind zu verkaufen, ist als ein revolutionärer Akt zu verstehen, das faschistische Regime der BRD zu zerschlagen.
So ist das nämlich. Das Geld wäre doch komplett in den Klassenkampf geflossen.
Oder die beiden hätten sich noch eine Villa gekauft… natürlich um konspirativen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.