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Archive for November 2007

Ich bin Atheist.

Aus voller Überzeugung und aus vollem Herzen.

Das heißt für mich, dass es keinen Gott gibt und, das ist zu betonen, auch nicht geben wird. Agnostiker halten sich da ja immer gerne noch ein Hintertürchen offen. Nur so für den Fall, dass es doch mal jemand schafft, einen Gott (welchen auch immer) zu beweisen. Bisher hat es ja trotz mehrerer Versuche noch nicht geklappt. Wird auch nix werden. Da bin ich ganz unbesorgt.

Atheismus heißt für mich übrigens auch: solltet ihr jemals die Existenz eines Gottes beweisen können, ich werde euch, und an ihn schon mal gar nicht, glauben!

Nun behaupten die Glaubens-Knechte und –Mägde ja gerne: „Gott lässt sich nicht beweisen.“ Ja und? Was soll mir oder anderen das denn sagen? Das ihr den Schwachsinn, den ihr verzapft, nicht beweisen könnt? Das wussten wir doch auch schon vorher. Also ändert sich irgendwie, ja nun, eben nichts.

Aber nicht nur dass Religion naturgemäß einen absolutistischen Anspruch stellt, hat der Glaube an ein höheres Wesen ja auch ein Geschichte der Gewalt hinter sich. Kriege gegen Völker, Geschlechter, sexuelle Ausrichtungen… und das sind nur die Verbrechen des 21. Jahrhunderts. Das ganze gewürzt mit Vergewaltigungen, Folter, Morden, Selbstmorden, (bitte tragen Sie hier Ihr Lieblingsverbrechen ein). Aber das scheint ja nicht so schlimm zu sein.

Wenn ein Jugendlicher (meinetwegen auch mehrere) Amok laufen, dann ist das schrecklich, entsetzlich, unfassbar… alles richtig. Dann wird der Schrei laut, nach einem Verbot von „Killerspielen“, früher waren es Heavy Metal, Horrorfilme oder was sich sonst so in Jugendzimmern fand.

Aber wenn ein geistig Verwirrter sich selber in die Luft sprengt und dabei noch möglichst viele Menschen gleich mit umbringen will, dann ruft keiner nach einem Verbot der Religion.

Aber nicht nur die Ausübung der Religion ist Gewalt.

Nein.

Religion an sich ist Gewalt.

Wieso?

Ganz einfach: wenn ich nicht glaube, komme ich in die Hölle.

Hervorragend. Da bemühe ich mich mein ganzes Leben ein gutes Leben zu führen. Selbst so ganz gottlos, wie ich bin, dürfte ich im großen und ganzen den Ansprüchen eines Lebens nach dem Tod eigentlich genügen. Wenn da dieser haken nur nicht wäre: wenn du nicht glaubst, gibt es auf ewig Höllenqualen.

Pech gehabt.

Da werden jetzt seit Tausenden von Jahren Menschen unter der Knute des Klerus (Männer in Kleidern… aber homophob! Ich könnte kotzen!) gehalten, weil sie Angst haben, nach dem Tod gibt’s Strafe, bzw. Belohnung.

Hier, komm, Leckerchen. Braves Hündchen.

Nein danke!

Und den Negern wird zwar nicht verboten ohne Gummi zu poppen. Aber unschön ist das schon, so ein Negerpimmel in Plastik. Weil Ficken geht nur im Namen des Herrn. Und zwar ganz frei und ungezwungen. Ach ja: aber bitte nur nach der Ehe und nur mit einer Frau. Sagt der i.d.R. weiße Herrenmensch, nicht nur in Rom.

HIV? Geburtenplanung?

So was kommt eben von so was.

Fassen wir zusammen:

Ich glaube an etwas, was sich nicht beweisen lässt (ja ja, ich weiß: deswegen heißt es ja auch Glaube… das macht die ganze Sache aber eben nicht „glaubwürdiger“… na gut, ein lahmer Kalauer: dann eben seriöser), vertreten wird die ganze Sache hauptsächlich von Männern (egal welche Religion), Sex ist schmutzig (meistens jedenfalls, Sekten sind hier mal ausgenommen), Fundamentalisten glauben gerne an Jungfrauen im Paradies oder an die Erschaffung der Erde in sechs Tagen, am siebten wird geruht (die Gewerkschaften sind damit gottgegeben: Finger weg von der GDL!), Andersgläubige haben immer unrecht und dürfen deswegen auch weggesprengt oder in Lagern auf Kuba eingesperrt werden, Frauen sind auch schmutzig und dem Manne untertan, deswegen dürfen sie manchmal auch nur komplett verhüllt auf die Straße, damit die Männer nicht auf dumme Gedanken kommen (Massenvergewaltigungen, Steinigungen u.ä. gelten als probates Mittel Frauen zur Räson zu bringen).

Wie gesagt: ich bin Atheist. Aus Überzeugung und gerne.

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In eigener Sache…

Leider habe ich aktuell das regelmäßige Rollenspielen drangegeben, da mir im Moment einfach die Zeit fehlt.

Familie, Beruf, Studium und Politik… ich musste mich entscheiden, und dabei ist leider meine D&D-Runde diesem Prozess zum Opfer gefallen.

Erstmal Dank für mehrere Jahre wirklich schönes RPG (und dass ihr mich solange als SL ertragen habt). Ich hoffe, irgendwann wieder dazu stoßen zu können. Die Zeit wird es zeigen.

Ähnlich ist es mir beim LARP ergangen. Meine letzte Con liegt jetzt fast 2 Jahre zurück und meine Utensilien-Kiste staubt ungenützt im Keller ein. Auch da hoffe ich, dass ich in Zukunft wenigstens ab und zu zum spielen kommen werde.

Was bedeutet das für meine Leser?

Es wird hier demnächst nur noch in Ausnahmefällen was zum Thema LARP und RPG geben, die entsprechenden Links sind rausgeflogen (weil die auch, wenigstens teilweise, meine aktuellen Interessen widerspiegeln sollen). Meine Linksammlung lasse ich aber stehen. Und werde die ggf. bei interessanten Links auch durchaus erweitern.

Das wollte ich nur mal gesagt haben…

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Sehr lustige Idee.

Sollte weitere Verbreitung finden, damit es sich auch in der Öffentlichkeit wiederfindet.

Aber lest selbst:

Samstag, 24. November 2007

Der Buy Nothing Day ist ein weltweiter Aktionstag für ein bewusstes Konsumverhalten. Am Buy Nothing Day sollte jeder für einen Tag nichts kaufen und sich stattdessen über das eigene Konsumverhalten und das anderer Gedanken machen!

Der Buy Nothing Day berührt viele Themen. Wie ein nachhaltiger, globaler Konsum aussehen kann ist sicherlich eine der Hauptfragen, die uns am Buy Nothing Day beschäftigen. Menschen-, Arbeits- und Kinderrechte, ökologisch verträgliche Produktion, gesunde Ernährung und gesundes Markenbewusstsein sind einige der Themen mit denen sich Aktivisten am Buy Nothing Day auseinandersetzen.

In jedem Jahr finden in Deutschland und auf der ganzen Welt verschiedenste Aktionen statt. Von der Straßenprotestaktion, über einen Tauschbasar bis hin zur Diskussionsrunde – beim Buy Nothing Day ist alles erlaubt und kreative Aktionen sind gefragt!

vom BuyNothingDay-Blog

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Von der Antifa Unna (antifaunited)

Am 1. Dezember 2007 will der NPD Kreisverband Unna/Hamm seine Weihnachtsfeier – im Nazi-Jargon „Julfest“ genannt – feiern. Im dritten Jahr in Folge wurde der Nazi-Liedermacher Frank Rennicke eingeladen, um in einer biederen Atmosphäre seine schmalzige Propaganda vorzutragen. Den Ort ihres Konzerts versucht die NPD geheim zu halten. Nur so viel ist öffentlich: Um 16.00 Uhr soll es im „Großraum Unna“ starten. Wir finden: Zwei Jahre ohne Gegenproteste sind genug und rufen deshalb für 13.00 Uhr zu einer antifaschistischen Demonstration in Unna am Rathausplatz auf. Mit unserer Demonstration wollen wir nicht nur gegen die Neonazi-Weihnachtsfeier, sondern auch gegen die Strukturen der NPD protestieren. Der Kreisverbands-Sprecher und Organisator der NPD-Veranstaltungen Hans-Jochen Voß hat nämlich sein Büro in Unna. Die NPD-Veranstaltungen sind die wichtigsten Aktivitäten des Kreisverbandes, deswegen drängt sich hier eine antifaschistische Intervention gerade zu auf. Die NPD sollte nicht nur während des Wahlkampfes behindert, vielmehr sollten ihre Strukturen nachhaltig bekämpft werden. Es ist nicht tolerierbar, dass der NPD Raum gegeben wird, um ihre menschenverachtende Politik zu betreiben.

Aufruf zur Demo

Auf nach Unna!

Keinen Fußbreit den Faschisten!

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„Wer akzeptiert, dass seine Welt seine eigene Erfindung ist, toleriert die Welten anderer.“

aus: Klimecki, R./ G. Probst/ P. Eberl: Entwicklungsorientiertes Management (Stuttgart´: Schäffer-Poeschel 1994)

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Ist zwar nicht „veggie“, dafür aber LARPtauglich:

Zutaten für 4 Portionen:

200 g   Pökelfleisch
200 g   Schweinelende
200 g   Rinderfilet
100 g   Butterschmalz
  Salz und Pfeffer
1 Zehe/n   Knoblauch, zerdrückt
1 TL   Majoran
1 TL   Öl (Knoblauchöl)
  Basilikum
400 g   Bohnen (Saubohnen), dick (am besten 1 große Dose)
80 g   Rauchfleisch
20 g   Butterschmalz
  Salz
8 große   Zwiebel(n), geschält
40 g   Butterschmalz
1 TL   Liebstöckel
  Salz
5   Ei(er)
250 g   Semmelbrösel
250 g   Mandel(n)
50 g   Butter
  Salz und Pfeffer
1 Prise   Pottasche


In der Reihenfolge der Zutaten:

Die Spieße:
Fleisch in grobe Stücke schneiden und ins Knobi-Öl einlegen. Anschließend würzen und braten. Dann abwechselnd auf 4 Spieße stecken.

Die Bohnen:
Rauchfleisch würfeln und im Schmalz anbraten. Bissfest gedämpfte Bohnen darin schwenken. Salzen nur, falls notwendig. Basilikum dazu.

Die Zwiebeln:
Zwiebeln vierteln, mit etwas Salz und dem Liebstöckel und gaaanz wenig Wasser dämpfen. In Butter schwenken.

Die Semmeltorte:
Eier verquirlen und Semmelbrösel unterziehen. Der Teig muss geschmeidig fest sein. Mit Gewürzen, Pottasche und geriebenen Mandeln verkneten. Gefettete Kastenform mit Teig füllen. Ca 40 min bei 200° backen Ab und zu mit Butter bestreichen, Zuletzt 2 Min. vor dem Herausnehmen. Mit Prise Salz bestreuen. Am besten Garprobe mit Stäbchen machen. In Scheiben schneiden und mit Zwiebelgrün garnieren.

Dazu nach alter Sitte Bier.

Quelle: Chefkoch.de

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