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Posts Tagged ‘Religion’

Einer meiner absoluten Lieblingskabarettisten. Hier mit einem Rückblick auf das Jahr 2007. Etwas verspätet in meinem Blog, aber trotzdem hochaktuell.

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Ich bin Atheist.

Aus voller Überzeugung und aus vollem Herzen.

Das heißt für mich, dass es keinen Gott gibt und, das ist zu betonen, auch nicht geben wird. Agnostiker halten sich da ja immer gerne noch ein Hintertürchen offen. Nur so für den Fall, dass es doch mal jemand schafft, einen Gott (welchen auch immer) zu beweisen. Bisher hat es ja trotz mehrerer Versuche noch nicht geklappt. Wird auch nix werden. Da bin ich ganz unbesorgt.

Atheismus heißt für mich übrigens auch: solltet ihr jemals die Existenz eines Gottes beweisen können, ich werde euch, und an ihn schon mal gar nicht, glauben!

Nun behaupten die Glaubens-Knechte und –Mägde ja gerne: „Gott lässt sich nicht beweisen.“ Ja und? Was soll mir oder anderen das denn sagen? Das ihr den Schwachsinn, den ihr verzapft, nicht beweisen könnt? Das wussten wir doch auch schon vorher. Also ändert sich irgendwie, ja nun, eben nichts.

Aber nicht nur dass Religion naturgemäß einen absolutistischen Anspruch stellt, hat der Glaube an ein höheres Wesen ja auch ein Geschichte der Gewalt hinter sich. Kriege gegen Völker, Geschlechter, sexuelle Ausrichtungen… und das sind nur die Verbrechen des 21. Jahrhunderts. Das ganze gewürzt mit Vergewaltigungen, Folter, Morden, Selbstmorden, (bitte tragen Sie hier Ihr Lieblingsverbrechen ein). Aber das scheint ja nicht so schlimm zu sein.

Wenn ein Jugendlicher (meinetwegen auch mehrere) Amok laufen, dann ist das schrecklich, entsetzlich, unfassbar… alles richtig. Dann wird der Schrei laut, nach einem Verbot von „Killerspielen“, früher waren es Heavy Metal, Horrorfilme oder was sich sonst so in Jugendzimmern fand.

Aber wenn ein geistig Verwirrter sich selber in die Luft sprengt und dabei noch möglichst viele Menschen gleich mit umbringen will, dann ruft keiner nach einem Verbot der Religion.

Aber nicht nur die Ausübung der Religion ist Gewalt.

Nein.

Religion an sich ist Gewalt.

Wieso?

Ganz einfach: wenn ich nicht glaube, komme ich in die Hölle.

Hervorragend. Da bemühe ich mich mein ganzes Leben ein gutes Leben zu führen. Selbst so ganz gottlos, wie ich bin, dürfte ich im großen und ganzen den Ansprüchen eines Lebens nach dem Tod eigentlich genügen. Wenn da dieser haken nur nicht wäre: wenn du nicht glaubst, gibt es auf ewig Höllenqualen.

Pech gehabt.

Da werden jetzt seit Tausenden von Jahren Menschen unter der Knute des Klerus (Männer in Kleidern… aber homophob! Ich könnte kotzen!) gehalten, weil sie Angst haben, nach dem Tod gibt’s Strafe, bzw. Belohnung.

Hier, komm, Leckerchen. Braves Hündchen.

Nein danke!

Und den Negern wird zwar nicht verboten ohne Gummi zu poppen. Aber unschön ist das schon, so ein Negerpimmel in Plastik. Weil Ficken geht nur im Namen des Herrn. Und zwar ganz frei und ungezwungen. Ach ja: aber bitte nur nach der Ehe und nur mit einer Frau. Sagt der i.d.R. weiße Herrenmensch, nicht nur in Rom.

HIV? Geburtenplanung?

So was kommt eben von so was.

Fassen wir zusammen:

Ich glaube an etwas, was sich nicht beweisen lässt (ja ja, ich weiß: deswegen heißt es ja auch Glaube… das macht die ganze Sache aber eben nicht „glaubwürdiger“… na gut, ein lahmer Kalauer: dann eben seriöser), vertreten wird die ganze Sache hauptsächlich von Männern (egal welche Religion), Sex ist schmutzig (meistens jedenfalls, Sekten sind hier mal ausgenommen), Fundamentalisten glauben gerne an Jungfrauen im Paradies oder an die Erschaffung der Erde in sechs Tagen, am siebten wird geruht (die Gewerkschaften sind damit gottgegeben: Finger weg von der GDL!), Andersgläubige haben immer unrecht und dürfen deswegen auch weggesprengt oder in Lagern auf Kuba eingesperrt werden, Frauen sind auch schmutzig und dem Manne untertan, deswegen dürfen sie manchmal auch nur komplett verhüllt auf die Straße, damit die Männer nicht auf dumme Gedanken kommen (Massenvergewaltigungen, Steinigungen u.ä. gelten als probates Mittel Frauen zur Räson zu bringen).

Wie gesagt: ich bin Atheist. Aus Überzeugung und gerne.

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